Pressefreiheit ist kein Selbstläufer – SWR-Journalist Maxim Flößer zu Gast am IKG
- Wir sind verantwortungsvoll.

- vor 6 Tagen
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Vor dem Hintergrund einer weltweit zunehmenden Gefährdung der Pressefreiheit stand am 8. Mai für die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen des IKG ein hochaktuelles Thema im Mittelpunkt: Wie steht es um die Pressefreiheit in unserer Zeit?
Anlässlich des Internationalen Tages der Pressefreiheit am 3. Mai, zu dem die Organisation Reporter ohne Grenzen jährlich aktuelle Zahlen veröffentlicht, besuchte der Journalist Maxim Flößer das IKG. Die Einladung erfolgte durch Frau Rieder im Rahmen der Initiative „Journalismus macht Schule", die Begegnungen zwischen Schülerinnen und Schülern sowie Journalistinnen und Journalisten fördert.
In seinem Vortrag gewährte Herr Flößer spannende Einblicke in seine Arbeit als Journalist und Reporter beim SWR. Dabei gelang es ihm, einen direkten Bezug zur Lebenswelt der Jugendlichen herzustellen und mit ihnen über aktuelle Entwicklungen in der Medienlandschaft ins Gespräch zu kommen.
Besonders eindrücklich schilderte er die Herausforderungen, denen sich Journalistinnen und Journalisten heute stellen müssen. Wahrheitsgemäße und unabhängige Berichterstattung steht zunehmend unter Druck – etwa durch die Verbreitung von Fake News, durch Empörungsdynamiken in sozialen Medien oder durch neue Einflussmöglichkeiten künstlicher Intelligenz. Zudem wies Flößer darauf hin, dass auch physische Angriffe auf Medienschaffende zunehmen.
Die Bedeutung dieser Entwicklungen unterstreichen die aktuellen Zahlen von Reporter ohne Grenzen: Erstmals in der Geschichte der Rangliste der Pressefreiheit befinden sich mehr als die Hälfte aller untersuchten Staaten in den Kategorien „schwierig" oder „sehr ernst". Journalistische Arbeit wird weltweit zunehmend kriminalisiert, und selbst in demokratischen Ländern wird das Recht auf freie Information häufiger eingeschränkt. Auch Deutschland ist in der Rangliste 2026 zurückgefallen. Das verdeutlicht, dass auch hierzulande Journalistinnen und Journalisten verstärkt mit Polarisierung, Hass, Diffamierung und Vertrauensverlust konfrontiert sind – insbesondere im digitalen Raum.
Der Besuch machte deutlich, dass demokratische Grundrechte wie die Pressefreiheit keine Selbstverständlichkeit sind. Sie bilden eine zentrale Voraussetzung für eine freie Gesellschaft und müssen immer wieder aktiv geschützt und verteidigt werden.
Für die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen war der Austausch mit Maxim Flößer eine bereichernde Erfahrung. Er vermittelte eindrucksvoll, welche Verantwortung unabhängiger Journalismus für unsere Demokratie trägt. Wir danken sehr herzlich für seinen Besuch!
/ Rid