Mehr Herz als Muskeln – Die IKG-Handballer und das Wunder vom dritten Platz
- Wir sind mutig.

- 3. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Manchmal schreibt der Sport Geschichten von Mut, Herz und Magie. Und manchmal schreibt er Geschichten wie unsere. Geschichten, die irgendwo zwischen tragischer Komik und heldenhaftem Überlebenskampf angesiedelt sind. Kurz gesagt: ein typischer Tag für die Oberstufen Handballtruppe des IKG.
Schon im ersten Spiel durften wir lernen, wie sich ein Besuch im Fitnessstudio anfühlt, ohne tatsächlich im Fitnessstudio gewesen zu sein. Die Spieler des Wirtschaftsgymnasiums aus Esslingen waren nämlich ungefähr doppelt so alt, doppelt so breit und mindestens dreimal so selbstbewusst wie wir. Unser Angsthasenhandball der frühen Turnierphase war leider kein geeignetes Mittel gegen die Esslinger Kraftpakete. Mit einem deutlichen fünfzehn zu fünf wurden wir nicht nach Hause aber immerhin höflich vom Spielfeld befördert.

Im zweiten Spiel ging es gegen die Hausherren vom DBG aus Filderstadt. Bis zum fünf zu fünf spielten wir tapfer mit und man konnte tatsächlich kurz glauben, dass ein Sieg drin wäre. Doch dann setzte die berühmte kreative Chancenverwertung ein und Emil weigerte sich weiterhin stur und konsequent, den Ball kurz unten zu werfen. So verflog unsere Hoffnung und der Gegner setzte sich verdient ab. Endstand: vierzehn zu neun. Nach einer doppelten Zweiminutenstrafe für unseren hauseigenen Rüpel Jakob wurde das Spiel nach fünfundzwanzig Minuten abgepfiffen. Der Schiedsrichter leitete übrigens souverän, was unsere Spieler allerdings erstaunlicherweise ganz anders sahen.
Ohne Pause und mit nur einem einzigen Auswechsler ging es weiter gegen das Albert-Schweitzer-Gymnasium aus Leonberg. Unser Rückraum mit Kaan, Cedric und Till hatte vor Anpfiff noch leicht glänzende Augen beim Anblick des gegnerischen Starspielers doch sie widerstanden der Versuchung, nach einer Autogrammkarte zu fragen. Stattdessen starteten sie hellwach entschlossen und topmotiviert ins Spiel.
Dann begann unser großes Handball-Wunder. Die Flügelzange der beiden Jakobs funktionierte plötzlich wie ein Schweizer Uhrwerk, nur mit mehr Adrenalin und weniger Präzision. Gegenstöße, Ballgewinne, wilde Aktionen alles war dabei. Till im Tor verwandelte sich in einen echten Titan und unsere beiden tapferen Nichthandballer und Kämpfer am Kreis, Felix und Mateo glänzten mit gelungenen Aktionen und sogar Toren. Zur Halbzeit führten wir neun zu fünf und bauten diesen Vorsprung bis zum Ende auf ein stolzes Achtzehn-zu-elf aus. Damit war der dritte Platz gesichert.
Und dann kam das absolute Highlight des Tages. Kurz vor Schluss stieg Emil hoch und wagte das Unmögliche. Er tat es wirklich. Er warf den Ball kurz unten. Und er traf. So einfach kann Handball sein. Manchmal.
Alles in allem war es ein großartiges Erlebnis und wir sind stolz darauf, die Farben des IKG vertreten zu haben. Wir freuen uns jetzt schon auf das nächste Jahr mit neuen Geschichten und hoffentlich weniger muskulösen Gegnern.
\ Alb