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Fünf Tage Rom, tausende Jahre Geschichte



Am 23. Februar landeten wir in Rom am Flughafen Fiumicino und fuhren dann mit dem Bustransfer nach Rom hinein. Zunächst ging es nach kurzem Aufenthalt im Kloster-Hotel (Casa Pallotti) zur Kirche San Pietro in Vinculis, in der der Moses von Michelangelo zu bewundern war. Danach ging es in strammem Marschtempo zu dem Trajans-Forum, von wo aus man einen guten Blick auf den Palatin hatte. Aber nicht nur das: Wir haben die ehemaligen Geschäftsräume und auch den Forumshof selbst betreten und die riesigen Ausmaße des Bauwerks, das der Kaiser dem Volk schenkte, bestaunt.


Dann ging es noch zum Pantheon und dann ins heiß ersehnte Restaurant, wo es gutes Essen gab. Am Abend sind wir noch einmal zum Kolosseum gelaufen, welches zwar nur noch von außen zu bewundern war, aber in seiner abendlichen Beleuchtung richtig schön ist.


Dienstag begann der Tag mit einem Besuch im dann geöffneten Kolosseum. Es ist zwar ein unglaubliches großes Bauwerk und in seinem Aufbau sehr interessant, jedoch war es übervoll, was uns ziemlich überrascht hat, an einem Dienstag im Februar außerhalb der Ferienzeiten. Danach haben wir das Forum Romanum besucht, den Titus-Bogen, die Maxentius-Basilika, die Curia (nur von außen wegen Baustelle), die Reste der Basiliken und der vielen Tempel und das Haus der Vestalinnen besichtigt und zwischen den vielen Trümmern einen Einblick in das politische Herz des römischen Reiches erhalten. Vom Palatin aus hatten wir einen fantastischen Ausblick auf das Forum und die Kaiserforen; die Gärten, die dort sind, waren eine angenehme Erholung zum Touristengedränge auf dem Forum.


Eine ca. 2-stündige Mittagspause gab dann die Gelegenheit, auf eigene Faust essen zu gehen, was zu einer sehr leckeren original italienischen Pizza führte, zu einem sehr angemessenen Preis, neben dem Kolosseum, einem Touristenhotspot. Die erste Metro-Fahrt ließ dann auch nicht lange auf sich warten. Der Petersdom, in dem wunderschöne Kunstwerke hingen, war nach einer nur 20-minütigen Wartezeit zugänglich. Viele vergoldete Wände und Reliquien ließen viele schöne Fotos zu. Und obwohl wir im Pantheon schon eine überaus beeindruckende Kuppel gesehen hatten, waren wir auch hier von den Blicken in die Gewölbe überwältigt. Ganz am Anfang der Kirche konnten wir die Pietà des Michelangelo sehen; ein Werk, das viel früher ist als der Moses und noch viel mehr die Klarheit der Renaissance ausstrahlt. Einige von uns haben noch die Kuppel bestiegen (551 Treppenstufen!!) und von dort auf Rom geblickt.


Danach ging es zur entlang am Tiber, Richtung Ara Pacis, dem riesigen begehbaren Altar des Augustus. In einem Referat haben wir erfahren, wie der Kaiser den gesamten Platz mit seinem Denkmal, einer gigantischen Sonnenuhr und seinem Grabmal nutzte, um die Geschicke der Stadt Rom auch bildlich und architektonisch mit seiner Dynastie zu verknüpfen.


Am Mittwoch ging es dann trotz einiger krankheitsbedingten Ausfällen zu den Domitilla-Katakomben. Unser dortiger Guide gab uns eine sehr informative Tour. In den Katakomben selbst war eine düstere Stimmung, da es vollständig licht und schallgedämpft war. Angelegt sind sie wie eine Stadt der Toten, mit Haupt- und Nebenstraßen und endlosen Reihen von Gräbern.

Von dort aus liefen wir zu den Caracalla Thermen, die auch nach 2000 Jahren noch eine sehr beeindruckende Stimmung ausstrahlten. In Santa Maria degli Angelis konnten wir dann einen noch völlig erhaltenen Thermenraum (der Diokletiansthermen) erfassen. In Museo Nazionale di Palazzo Massimo betrachteten wir dann viele Mosaike und Bronzestatuen, unter anderem auch den „Boxer“. Damit konnten wir uns die Ausstattung und Pracht der Thermen noch besser vorstellen. Dort sind auch ganze Räume in ihrer Ausmalung nachgestellt, die aus kaiserlichen Villen stammte.


Am Donnerstag haben wir uns dann noch schnell San Giovanni in Laterano angesehen, bevor es in die noch beeindruckend gut erhaltene Stadt(ruine) von Ostia antica ging. Dort konnten wir eine „normale“ Stadt mit normalen Mietskasernen und Reihenhäusern und ihrer eher bescheidenen Ausstattung erleben sowie die Ausmaße von städtischen Thermen bei den Forums-Thermen sehen. Etwas ganz anderes als die Caracalla-Thermen! Auch die Grabkultur und die Art, wie sich die Menschen verpflegten (in den tabernae) ließen sich dort gut nachvollziehen.

Am nächsten Tag ging es dann zurück nach Stuttgart.


\ Georg, Pascal, Leon (Kl. 9)

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